„... und Lächeln ist das Erbteil meines Stammes“

Ein Abend für Friedrich Torberg anlässlich seines 40. Todestages

Donnerstag, 14. November, 19:00 Uhr, Radiocafé des Radiokulturhauses, ORF-Funkhaus Wien

Friedrich Torberg hat dieses Wort an das Ende seiner Einleitung zur „Tante Jolesch“ gestellt, seines späten Bestsellers, den er selber, bei aller Freude am Erfolg, für ein wenig einseitig bewertet hielt. Die Tragik hinter den Pointen schien ihm, der ja schließlich den „Untergang des Abendlandes“, seines Abendlandes, in gleichsam verzweifelten Anekdoten beschreiben wollte, vom Gelächter allzu grell übertönt.
Dieser Abend will den ganzen Torberg in Erinnerung rufen: Den von Anfang an streitbaren Polemiker, den bewußt jüdischen Schriftsteller, den homme des lettres, den Erzähler und Romancier, den Sprachanalytiker, Glossisten – und den Satiriker, der, an Karl Kraus geschult, selbst in der höchsten Disziplin der Satire brillierte: Nämlich selbst im Unrecht glänzend recht zu behalten.

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