Orthofer - die fast unendliche Geschichte....

....und das Leben ist, im Angesicht des fast sicheren Virustodes, wirklich nicht leicht - besonders, wenn sich auch noch die Stadt Wien mit teilweise grotesken "Schutz"-Maßnahmen dazuschlägt....aber jetzt, wo das Angst- und Impfgeschäft läuft wie geschmiert, könnte es doch noch klappen:

 

Lachen S‘ amal, wann S‘ wanan woll‘n,

wanan S‘ amal, wann S‘ lach‘n soll‘n…

steh‘n S‘ völlig grad, a wann S‘ ganz aus‘n Lot san

und leben S‘ amal, wann S‘ scho‘ wissen,

daß S‘ tot san !

So schrieb ich voller Naivität – vielleicht auch in der hartnäckigen Hoffnung, daß es mit einem Abend, der nun schon drei Mal hatte abgesagt werden müssen, ja denn doch einmal klappen müsse. – Ich hatte die Rechnung ohne die Stadt Wien, das heißt, in Unkenntnis von deren neuerlichem „Corona“-Mummenschanz und dessen Auswirkung auf das einschlägige Zwangsregime des Radio-Kulturhauses gemacht. – Nein: das konnte ich meinem Publikum (und, zugegeben, auch mir) nicht zumuten.

„Orthofers Oberstübchen“

 ist also

abgesagt.

Und zwar diesmal leider von mir –  weil diese Veranstaltung im Keller (!) des vormals so genannten „Klangtheaters“ eben keine Kulturveranstaltung gewesen wäre, sondern mit ihren akribischen Abstandsregeln, Gesichtsmasken und Applaudiervorschriften (!!!) in dem natürlich fensterlosen, schlauchartigen Souterrain eher einer dilettantischen Luftschutzübung geglichen hätte.  

(Und der arme Peter O.  im Grab rotiert hätte angesichts dessen, was der Verwaltung seiner Wahlheimatstadt  unter dem Motto ‚Angst kann man nie genug haben‘ so alles eingefallen ist.)

 
Kategorien Veranstaltungen

Worte ohne Lieder

Ein Abend für Georg Kreisler

Eine Hommage anläßlich seines zehnten Todestages – am 3. September 2021 um 19.00 Uhr in der Deutschvilla in Strobl am Wolfgangsee. Mit Iris Fink und mir.

Und es war, wie immer in der Deutschvilla, kein Massenereignis, aber es kam ein kleines, aber feines und applausfreudiges Publikum, dem das, was wir da taten, sehr gefiel…wir wollen uns nicht zu der Behauptung versteigen, daß es dem großen G.K. auch gefallen hätte – aber vermutlich hätte ihm zumindest der Umstand gefallen, daß sein Werk da zwei Stunden lang im Mittelpunkt eines freien, nachdenk- und pointenfreudigen Abends stand, fernab aller zwänglerischen Regulierwut ringsum (wiewohl die Dinge, auf die zu achten war, selbstverständlich auch beachtet wurden).

„Es war“ – wie es an ganz anderer Stelle eines ganz anderen Autors heißt – „es war buchenswert“. Und zwar sehr...

 

 

 

Kategorien Veranstaltungen

Und es ist bitte ja so:

Kultur - das ist das für die Dummerln -

Kultur wird nicht absichtlich zerstört, immer nur, weil es sich grad so ergibt. 

Oder wenn sie durch ein einfacheres, mehr technisches Meßsystem ersetzt werden soll.

 

 „Wenn ich einen Fehler mache, dann mach ich schnell darauf einen zweiten, damit es nach Methode aussieht.“

 

Hanns Dieter Hüsch

 

„No, hätten Sie mich sehen sollen!“

Zwei Fritz Grünbaum-Abende im Deutschen Kabarettarchiv

 

Das war Ende September des ominösen Jahres 2020 – zunächst in Bernburg an der Saale, am dortigen Sitz des DKA, und dann, zwei Tage später, in Mainz.

Es war, kurz gesagt, rauschend. Wirklich – ein großer Erfolg für Fritz Grünbaum!

Kategorien Veranstaltungen